Mach deinen Hund zum Lebensretter – Registrierung als Blutspender
Es ist ein gutes Gefühl, wenn der eigene Hund nicht nur das eigene Herz wärmt, sondern vielleicht auch einem anderen Vierbeiner das Leben rettet. Mit der Blutspender-Datenbank von weissepfoten e. V. bringen wir seit vielen Jahren Hundehalter und Tierärzt:innen zusammen, wenn in der Praxis dringend Blut gebraucht wird.
Wenn dein Hund gesund ist und zu den geeigneten Kandidaten gehört, kannst du ihn hier als Blutspender registrieren – unverbindlich, kostenlos, jederzeit widerrufbar.

Blutspender Registrierung
Kommt dein Hund als Blutspender in Frage?
Nicht jeder Hund darf Blut spenden – die Gesundheit deines Hundes steht immer an erster Stelle. Als grobe Orientierung gelten für unsere Datenbank die gängigen tierärztlichen Empfehlungen in Deutschland:
Dein Hund sollte:
- zwischen 1 und etwa 8–9 Jahren alt sein
- mindestens 20 kg wiegen (kein kleines Leichtgewicht mehr)
- in einem guten allgemeinen Gesundheitszustand sein, ohne schwere Vorerkrankungen
- keine Medikamente dauerhaft benötigen (z. B. Herz-, Epilepsie-, Cortison- oder Schmerzmittel)
- regelmäßig geimpft, entwurmt und gegen Zecken geschützt sein
- ein ruhiges, freundliches Wesen haben, damit die Blutspende möglichst stressarm abläuft
- in Deutschland leben und keine oder nur streng geprüfte Auslandsaufenthalte im Mittelmeerraum oder außereuropäischen Ausland gehabt haben (Stichwort Reisekrankheiten wie Leishmaniose, Ehrlichiose)
- noch nie selbst eine Bluttransfusion bekommen haben
Für Hündinnen kommt noch hinzu:
- zum Zeitpunkt der Spende nicht läufig sein
- nicht trächtig sein und idealerweise noch keine Trächtigkeit gehabt haben
Die endgültige Entscheidung, ob dein Hund tatsächlich Blut spenden darf, trifft immer die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt vor Ort.
So sieht eine Blutspende beim Hund aus
Die meisten Hunde stecken eine Blutspende erstaunlich gut weg. Typischer Ablauf (vereinfacht):
1. Gesundheitscheck
Vor der ersten Spende wird dein Hund gründlich untersucht. Es wird Blut abgenommen, um Blutbild, Organwerte und – falls noch nicht bekannt – die Blutgruppe zu bestimmen sowie Reisekrankheiten auszuschließen.
2. Vorbereitung
Am Spendetag wird dein Hund gewogen und erneut kurz durchgecheckt. Meist wird am Hals eine kleine Stelle rasiert und desinfiziert.
3. Blutentnahme
Über eine Vene wird Blut entnommen – je nach Größe des Hundes grob 200–450 ml. Die Spende dauert oft nur 10–20 Minuten. Viele Hunde liegen dabei ruhig auf der Seite und werden von ihrem Menschen gestreichelt.
4. Nach der Spende
Dein Hund bekommt in der Regel eine kleine Stärkung (Wasser, ggf. Futter) und darf sich ausruhen. Meist sind die Vierbeiner nach kurzer Zeit wieder ganz normal fit.
5. Spendehäufigkeit
Zwischen zwei Spenden müssen mindestens 8–12 Wochen liegen; viele Kliniken halten 3–4 Spenden pro Jahr für realistisch. Auch hier entscheidet die Tierarztpraxis individuell.
Was passiert, wenn ich meinen Hund hier registriere?
Mit der Registrierung trägst du deinen Hund in unsere Blutspender-Datenbank nach PLZ ein. Dadurch können wir im Notfall schneller passende Spender finden.
So nutzen wir die Daten:
- Wir speichern deine Kontaktdaten, die wichtigsten Daten deines Hundes (Name, Rasse/Größe, Alter, Wohnort/PLZ, Gesundheitsstatus).
- Falls die Blutgruppe bereits bekannt ist, können wir sie mit aufnehmen – das erhöht die Trefferchance.
- Kommt es in deiner Region zu einem Notfall, kontaktieren wir die Halter:innen geeigneter Spenderhunde ausschließlich per Telefon und fragen, ob eine Spende möglich ist.
- Deine Daten werden nur für die Vermittlung von Blutspendern an Tierärzt:innen genutzt. Eine Weitergabe zu Werbezwecken oder an Dritte findet nicht statt (Details in der Datenschutzerklärung).
Die Registrierung ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.
Angaben, die wir für die Registrierung benötigen
Damit wir im Ernstfall nicht erst lange nachfragen müssen, sind ein paar Basis-Infos wichtig:
Zu dir (Halter:in):
- Name
- Adresse / PLZ, Ort (für die regionale Suche)
- Telefon (mobil und/oder Festnetz)
- E-Mail-Adresse
Zu deinem Hund:
- Name, Rasse / Mischling, ungefähre Größe/Gewicht
- Geburtsdatum oder Geburtsjahr
- Geschlecht (Rüde / Hündin, kastriert ja/nein)
- Gewicht (mindestens 20 kg)
- Impfstatus (grundimmunisiert, Impfungen aktuell)
- Entwurmung / Parasitenprophylaxe (regelmäßig ja/nein)
- bekannte Vorerkrankungen / Dauermedikation
- Auslandsaufenthalte (Mittelmeerraum/außereuropäisches Ausland: ja/nein, wenn ja: wann/wo)
- ob dein Hund schon einmal eine Bluttransfusion erhalten hat (ja/nein)
- (optional) bekannte Blutgruppe
Häufige Fragen rund um die Blutspende beim Hund
Schadet die Blutspende meinem Hund?
Für einen gesunden Hund, der vorher gründlich untersucht wurde, ist eine Blutspende in der Regel gut verträglich. Der Körper bildet das entnommene Blut innerhalb von etwa 2–4 Wochen wieder nach – viele sagen, es ist wie eine kleine Verjüngungskur fürs Blut.
Wie alt sollte mein Hund sein?
Die meisten Tierkliniken nehmen Hunde ab etwa 1–2 Jahren bis ungefähr 8–10 Jahren als Spender auf. Wo genau die Altersgrenze liegt, entscheidet immer die Tierärztin bzw. der Tierarzt vor Ort.
Wie viel Blut wird abgenommen?
Je nach Größe und Gewicht werden beim Hund in der Regel ungefähr 200–450 ml Blut entnommen. Bei sehr großen, schweren Hunden kann die Menge etwas höher liegen.
Wie oft ist eine Spende möglich?
Zwischen zwei Spenden sollten mindestens 8–12 Wochen liegen, damit sich der Körper vollständig erholen kann. Viele Kliniken planen daher etwa 3–4 Spenden pro Jahr – das entspricht ungefähr einer Spende alle 3 Monate.
Kann auch ein unruhiger Hund Blut spenden?
Ja. Auch lebhafte oder nervöse Hunde können Blutspender sein, wenn sie grundsätzlich gesund sind. Manche Praxen geben bei sehr aufgeregten Hunden eine leichte Beruhigungsspritze, damit der Hund entspannen kann – das ist keine Vollnarkose oder Betäubung, sondern eine kurze Sedierung nach tierärztlicher Einschätzung.
Wie lange ist eine Blutspende haltbar?
Vollblut vom Hund ist – bei gekühlter Lagerung – in der Regel etwa 3–5 Wochen haltbar. Die genaue Lagerfrist richtet sich nach den in der Tierklinik verwendeten Blutbeuteln und den aktuellen Leitlinien.
Wie viel Blut hat mein Hund eigentlich?
Beim Hund rechnet man grob mit 80–90 ml Blut pro kg Körpergewicht. Ein 25-kg-Hund hat also ungefähr 2–2,3 Liter Blut im Körper.
Darf mein Hund Blut spenden, wenn er selbst schon einmal eine Transfusion hatte?
Nein. Hunde, die bereits eine Bluttransfusion bekommen haben, gelten in der Regel nicht mehr als geeignete Spender, weil das Risiko für Unverträglichkeiten steigt.
Wie lange dauert die Blutspende?
Der eigentliche Vorgang der Blutentnahme dauert oft nur 5–15 Minuten. Mit Vorbereitung, Untersuchung und Nachsorge solltest du insgesamt ungefähr eine Dreiviertelstunde bis Stunde für den Termin einplanen.
Wird das Blut untersucht?
Ja. Vor und/oder während der Blutspende werden u. a. Blutbild, Organwerte und – je nach Klinik – Tests auf Infektions- und Reisekrankheiten durchgeführt. So wird sichergestellt, dass das Blut für Spender und Empfänger möglichst sicher ist.
Wie viele Blutgruppen haben Hunde?
Hunde haben kein einfaches A/B/0-System wie Menschen. Es sind mehr als ein Dutzend verschiedene Blutgruppen (DEA-System) beschrieben, u. a. DEA 1.1 positiv/negativ, DEA 1.2 positiv/negativ und weitere. Besonders wichtig ist die Blutgruppe DEA 1.1, weil sie bei Transfusionen eine große Rolle spielt.
Ist jede Blutgruppe mit jeder Blutgruppe verträglich?
Bei der ersten Transfusion ohne vorherigen Kontakt kann ein Hund oft Blut eines „universellen Spenders" (DEA-1.1-negativ) relativ sicher erhalten. Trotzdem wird heute – wann immer möglich – ein Blutgruppen-Test und eine Kreuzprobe gemacht, damit passend transfundiert werden kann (positiv zu positiv, negativ zu negativ).
Welcher Hund ist nicht geeignet für eine Blutspende?
Nicht geeignet sind unter anderem:
- Hunde mit gesundheitlichen Problemen oder Verdacht auf Erkrankungen
- Hunde, die dauerhaft Medikamente benötigen
- Hunde unter 20 kg Körpergewicht
- sehr junge Hunde (unter ca. 1–2 Jahren) und sehr alte Hunde (über ca. 8–10 Jahren)
- Hunde mit Aufenthalten in südlichen Ländern (Risiko für Leishmaniose & andere Reisekrankheiten)
- stark übergewichtige Hunde
Hier entscheidet immer die Tierarztpraxis im Einzelfall.
Kann jeder Tierarzt eine Blutspende abnehmen?
Grundsätzlich ja – sofern die Praxis entsprechend ausgestattet ist und Erfahrung mit Blutspenden hat. Viele Praxen arbeiten im Notfall mit spezialisierten Kliniken zusammen. Wenn ein Tierarzt über uns einen Spender sucht, ist die Praxis natürlich entsprechend vorbereitet.
Wird meine Telefonnummer veröffentlicht, wenn ich meinen Hund registriere?
Nein. In unserer Datenbank werden öffentlich nur die Notruf-Kontaktdaten angezeigt. Wenn ein Hund einen Spender braucht, nehmen wir zuerst Kontakt mit dir auf. Erst wenn du zustimmst und dein Hund aktuell gesund ist, stellen wir den direkten Kontakt her.
Kostet es mich etwas?
Die Registrierung und die Blutspende selbst sind für dich kostenlos. Du investierst vor allem Zeit, Fahrweg und etwas Geduld – dafür hilfst du im Notfall einem anderen Hund das Leben zu retten.
Hat es für meinen Hund Vorteile?
Ja, gleich mehrere:
- Das Blut wird regelmäßig kontrolliert – dabei fallen manchmal Erkrankungen auf, die man sonst erst später bemerken würde.
- Der Körper erneuert das Blut nach der Spende.
- Viele Kliniken bedanken sich mit einem Gesundheitscheck, Futter oder einem extra großen Leckerchen.
Wann werde ich angerufen?
Wann immer wir anrufen, geht es um einen echten Notfall – und der kennt keine Uhrzeiten. Das kann tagsüber oder auch mitten in der Nacht sein. Du entscheidest natürlich in jedem Einzelfall, ob du kommen kannst.
Ich habe kein Auto – kann ich trotzdem mitmachen?
Ja, natürlich. In vielen Fällen organisieren die Halter:innen des Notfall-Hundes oder die Tierarztpraxis gerne den Transport, wenn ein geeigneter Spenderhund gefunden wurde. Wichtig ist nur, dass du gut erreichbar bist.
Wofür wird das Blut meines Hundes benötigt?
Das Blut deines Hundes kommt in akuten Notfällen zum Einsatz, zum Beispiel bei:
- schweren Unfällen mit starkem Blutverlust
- inneren Blutungen oder akuter Blutarmut (Anämie)
- Vergiftungen, z. B. mit Rattengift
- massiven Blutverlusten durch Operationen oder Beißereien
Oft entscheidet eine rechtzeitige Blutspende darüber, ob ein Hund überlebt.
Wo wird meinem Hund Blut abgenommen?
Meist wird das Blut aus einer Vene am Hals (Vena jugularis) entnommen, seltener aus einer Beinvene. Welche Stelle genutzt wird, entscheidet die Tierärztin / der Tierarzt je nach Hund und Situation.
Wird das Blut direkt von Hund zu Hund übertragen?
Nein. Das Blut wird in spezielle Blut- oder Plasmabeutel abgenommen – dieselben wie beim Menschen –, gekühlt gelagert, vorsichtig bewegt und dann über eine Infusion beim Notfall-Hund verabreicht. So lässt sich die Spende besser dosieren, untersuchen und sicher verabreichen.
Tut eine Blutspende meinem Hund weh?
Die Blutentnahme erfolgt über eine Vene – ähnlich wie bei uns Menschen. Ein kleiner Pieks ist dabei, aber viele Hunde sind mit etwas Streicheln und ruhiger Begleitung erstaunlich entspannt. Wenn dein Hund sehr ängstlich ist, besprich das unbedingt vorher mit deiner Tierarztpraxis.
Ist eine Blutspende gefährlich?
Bei einem gesunden Hund, der vorher gründlich untersucht wurde, gilt die Blutspende als sehr gut verträglich. Es wird nur so viel Blut entnommen, wie der Körper problemlos nachbilden kann. Die Sicherheit deines Hundes hat immer Vorrang – wenn etwas dagegenspricht, wird nicht gespendet.
Mein Hund war schon im Ausland – ist er trotzdem geeignet?
Hunde aus dem Mittelmeerraum oder mit längeren Aufenthalten in bestimmten Regionen haben ein höheres Risiko für Reisekrankheiten wie Leishmaniose oder Ehrlichiose. Ob dein Hund trotzdem als Spender infrage kommt, hängt von Dauer und Zeitpunkt der Reise und von eventuellen Tests ab – das muss die Tierarztpraxis individuell entscheiden. Trage alle Auslandsaufenthalte ehrlich im Formular ein.
Was passiert, wenn wir umgezogen sind oder mein Hund nicht mehr spenden soll?
Du kannst deine Daten jederzeit aktualisieren oder löschen lassen. Schreib uns einfach eine kurze Nachricht – wir entfernen deinen Hund dann aus der aktiven Datenbank.
Bekomme ich eine Bestätigung über die Registrierung?
Ja, nach dem Abschicken des Formulars erhältst du eine kurze Bestätigung per E-Mail. Sobald dein Hund in unserer Datenbank freigeschaltet ist, ist er für Notfälle in deiner Region „sichtbar".
